Factoring
Kurz und prägnant
Die Banken werden zunehmend zurückhaltender in der Finanzierung des Mittelstandes bei gleichbleibend hohem Finanzierungsbedarf. Der Mittelstand leidet durch die Inanspruchnahme längerer Zahlungsziele beziehungsweise durch die Nichteinhaltung von Zahlungszielen und dem daraus resultierenden Forderungsausfallrisiko. Die Rahmenbedingungen von Factoringgesellschaften sind sehr unterschiedlich. Es werden Factoringgebühren von 0,5% bis zu 8% der angekauften Forderung verlangt. Zusätzlich liegen unterschiedlichste Berechnungsmodelle für von Factoringgesellschaften berechnete Nebenkosten vor. Hierzu gehören Auskunftskosten, Buchhaltungskosten, Mahnkosten, Inkassokosten, Kosten der Bonitätsprüfung und Überwachung. Weitere Unterschiede gibt es im Bereich der Übernahme des Forderungsausfallrisikos in der Höhe von 50-100% und der Definition, wann ein Forderungsausfall eingetreten ist. Einige Factoringgesellschaften zahlen bereits, nachdem die Forderung länger als drei Monate überfällig ist, andere wiederum erst dann, wenn ein Vergleichs- oder Insolvenzverfahren eingeleitet oder beendet wurde.
Unsere Leistungen:
- Analyse der in Betracht kommenden Factoringmöglichkeiten (Factoring für Produktions- und Handelsunternehmen als auch für Handwerker)
- Erarbeitung eines Factoringkonzeptes
- Durchführung der Verhandlungen mit den Factoringgesellschaften
Referenz aus der Praxis
Ein Elektroinstallationsbetrieb mit 100 Beschäftigten aus den neuen Bundesländern hatte des Öfteren Schwierigkeiten, die Löhne und Gehälter seiner Mitarbeiter trotz guter Auftragslage pünktlich zu überweisen. Da nicht genügend Sicherheiten seitens der Geschäftsleitung zur Verfügung standen, sah sich die Hausbank außerstande weitergehende Kreditlinien einzuräumen.
Aufgrund einer Internetanfrage nehmen wir am gleichen Tag Kontakt zu dem Inhaber auf und vereinbaren ein erstes Beratungsgespräch. Nach Einsicht in die letzte Bilanz und die betriebswirtschaftliche Auswertung stellen wir fest, dass das Unternehmen überproportional in der Abhängigkeit von Lieferantenkrediten ist. Wir führen ein Gespräch mit der Hausbank, die trotz guter Umsatz- und Gewinnzahlen das Engagement nicht erweitern möchte. Daraufhin schlagen wir der Hausbank als Alternative zur Erhöhung der Kreditlinien Factoring vor. Nach anfänglichen Bedenken haben wir eine Aufweichung der Globalzession im Hinblick auf die Debitoren erreicht. Nach diesem ersten Teilerfolg erarbeiten wir mit unserem Mandanten ein Leistungsprofil für die zukünftige Factoringgesellschaft. Hierin werden die Anforderungen in Bezug auf Anzahl der Debitoren, Höhe des gewünschten Forderungsankaufes, Forderungsausfall und Auslagern der Debitorenbuchhaltung nebst Mahnungen und Inkassowesen festgelegt. Gleichzeitig erstellen wir eine Kreditakte für das potentielle Factoringunternehmen.
Nach ca. sechs Monaten berichtet uns der geschäftsführende Gesellschafter über die positiven Auswirkungen des Factoring:
- hohe Zeitersparnis, da kein eigenes Inkasso mehr durchgeführt werden muss
- mehr Zeit für Kundenakquise
- verbesserte Liquidität
- Kostenersparnis durch Skontoausnutzung
- Factoring wird als Verkaufsinstrument genutzt, da bessere Zahlungsziele eingeräumt werden können
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